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1

Samstag, 5. April 2008, 17:25

G8 oder G9

Was ist besser? G8 oder G9?

Insgesamt 25 Stimmen

48%

G9 (12)

36%

G8, bei besserer Umsetzung (9)

16%

G8, so wie es ist (4)

Gab ja vor einigen Jahren, die Umstellung von G9 auf G8, also nur noch 12 Schuljahre bis zum Abitur.
Soweit ich weiß ist es auch schon in einigen anderen Bundesländern so.

Was haltet ihr davon und welches findet ihr besser? (G8 oder G9)

Meiner Meinung nach ist das G8 besser. Jedoch sollte man den Lehrplan kürzen, damit die Schüler nicht in acht Jahren so viel lernen müssen wie früher in neun Jahren.

Falls ihr noch andere Auswahlmöglichkeiten hättet kann ich sie noch hinzufügen oder die Umfrage dann neu starten. ;)

Darkfighter

Fortgeschrittener

Beiträge: 420

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2

Samstag, 5. April 2008, 17:56

RE: G8 oder G9

G8 bei besser umstellung

TomTom

Schüler

Beiträge: 72

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3

Sonntag, 6. April 2008, 10:15

Wusste ja nichtmal das man dies als G8 bzw G9 bezeichnet. Aber 10 Jahre haben bei mir auch gereicht. :D :D :D

Floddisister

unregistriert

4

Sonntag, 13. April 2008, 21:27

ich wusste auch garnicht das es sowas gibt bei mir waren es auch 10 schuljahre meine kids gehen in die 7. aufs gymn. und sagten was von 12 klassen ? also ich denke mal das reicht alle male aus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Floddisister« (13. April 2008, 21:27)


5

Donnerstag, 17. April 2008, 11:21

RE: G8 oder G9

Ich wusste auch nicht, dass es diese Bezeichnung G8 und G9 für diesen schulischen Bereich gibt.
Als ich den Threadtitel gelesen habe dachte ich an Politik, "G8 Gipfel", aber na gut, man lernt halt nie aus.

Ich hab mal irgendwo gehört, 12 Jahre Schule und ein Jahr Schauspielunterricht ::lol .
Also auf das 13. Jahr kann man getrost verzichten,

Worauf man aber unbedingt verzichten sollte, ist die Kürrzung des Lehrplanes.

..............ja ja, ich weiss, jeder von Euch der noch zur Schule geht wird nun sagen, ohhh son Schei.s, watt soll dat denn.
Wir lernen schon soviel und mehr geht doch garnicht ...

Aber glaubt mir dieser doofe Spruch von meiner Grossmutter "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr" stimmt.
Auch wenn das nur bedingt so ist.
Mit viel fleiß kann man seine Lücken auch wenn man älter ist noch füllen, doch das fällt einem dann noch viel schwerer. ::ks

Ich seh es ja an mir, wenn 11th irgendwas liest versteht er das meistens sofort, ich muss mich dafür aber erstmal in eine ruhige Ecke verziehen um das in Ruhe ein zweites mal zu lesen, damit ich wenigstens so halbwegs verstehe worum es geht. Ist wahrscheinlich der Kalk in den Adern ::nocheck.

Also seid jung, dynamisch, flexibel und lernbereit, dann wird´s auch mit der Nachbarin klappen.


Gruss Anton123


6

Donnerstag, 17. April 2008, 19:04

RE: G8 oder G9

die G8, G9 Diskussion gibt/gab es v.a. in Bayern, da es vor einigen Jahren (4 Jahre glaub ich) die Umstellung gab, sodass die Schüler, die in diesem Jahr im Gymnasium in der 9.Klasse sind nur noch 12 Jahre Schule haben und die in der 10.Klasse noch 13 Jahre.

Jetzt beschweren sich viele Eltern, dass ihre Kinder so viel Nachmittagunterricht haben und danch noch bis spät in den Abend Hausaufgaben machen müssen.

In anderen Ländern haben die Schüler doch auch Nachmittagunterricht (und nicht nur 2-3mal die Woche), sondern auch 4 mal und manchnal sogar bis 17Uhr. Hier hat man bis 15:30 Uhr oder 16:15 Uhr Schule. Muss man dann wirklich noch bis 21 oder sogar 22Uhr Hausaufgaben machen oder lernen???
Das man dann auch keine Zeit mehr hat für Hobbys finde ich einfach übertrieben.

7

Montag, 28. April 2008, 23:18

Naja, so schlecht kann Bayern damit ja nicht liegen, da sie ein gutes Schulsystem hat. Hab ich mal mitbekommen, dass die Abschlüsse und Studiengängen hochwertiger angesehen werden, als von anderen Bundesländern :)

Das sag ich aber jetzt nicht nur weil ich selber a Bayerin bin :)

8

Freitag, 23. Mai 2008, 17:32

RE: G8 oder G9

In Hessen gibt es das G8 Gymnasium verpflichtend seit dem letzten Jahr. Davor durften sich Gymnasien aussuchen, ob sie freiwillig schon auf G8 umstellen möchten. Die Problematik des G8 zeigt sich hier in der Stoffverteilung. Zu früh (bereits ab der 5.Klasse) verdoppelt sich der Lernstoff, es gibt mehr Fächer (als bei G9) und somit verlängerte Unterrichtszeiten. Dadurch entsteht ein hoher Lern-Erfolgsdruck, die Schüler sind erst am Nachmittag zuhause. Darauf folgen Schularbeiten und Lerneinheiten. Viele Schüler finden keine Zeit mehr zum spielen oder für Freizeitaktivitäten (Vereine). Die Grundschulen folgen eigenen Mustern (trotz Lernplänen), sodaß Schüler auf dem Gymnasium unterschiedliche Vorraussetzungen mitbringen. In erster Linie zeigt sich der "Mangel" in den unzureichenden Fremdsprachen-Kenntnissen. In Hessen wird Englisch ab der 3.Klasse unterrichtet. Einige Grundschulen vermitteln unzureichende Englischkenntniss. Ab Klasse 5 sind dann viele mit dem Anspruch des Gymnasiums an die Fremdsprachenkenntnisse schon überfordert. Gab es in G9 die zweite Fremdsprache erst ab Klasse 7, so wird Latein/Französisch in G8 bereits ab der 6.Klasse unterrichtet. Prozentual haben Schüler aber die meisten Schwierigkeiten in Englisch. Kommt nun schon ab der 6.Klasse eine weitere Fremdsprache hinzu, ist dieser "Schwierigkeitsgrad" der Grund für mangelhaften Zensuren in den Fremdsprachen. Die Rückfallquote der 6.-Klässler auf die Realschule ist seitdem angestiegen. Das "Versprechen" der Kultusministerien, in G8 den Stoff "nur" in der Mittelstufe zu verdichten, ist nicht eingehalten worden,da faktisch nicht umsetzbar. So wird schon an den "Kleinsten" Auslese betrieben und ganze Schulkarrieren im Keim erstickt. Nicht jedes Kind, das "mehr" Zeit braucht ist "blöd". Viele Kinder entwickeln erst später ihr wahres Potential. Gottseidank ist unser Sohn noch ins G9 gekommen.

Ich bin somit gegen G8 ::dagegen

Viele Grüße von yggib (Biggy)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »yggib« (24. Mai 2008, 09:38)


glubbY

Schüler

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9

Mittwoch, 30. Juli 2008, 01:19

Ich als Betroffener, der als einer der wenigen Bayrischen Gymnasiasten das Privileg besitzt beides mal mitgemacht zu haben, kann deutlich sagen die Hetze gegen das G8 ist von übereifrigen Eltern, deren Kinder nicht für das Gymnasium geeignet sind, gemacht worden.

Ich bin nun das erste Jahr im G8 'tätig' und ich wollte nun einfach mal die Unterschiede darlegen, damit man seine Meinung nicht aufgrund von Sensationsgetrieben Medienberichten bilden muss.

Die Probleme die in Fernsehn, Zeitung, usw. beschrieben werden, sind meiner Meinung nach der falsche Angriffspunkt.

Eine kleine Problematik besteht darin, dass Schüler, die im letzten G9 Jahrgang durchfallen, in einigen Fächern noch Stoff nachholen müssen, obwohl es eigentlich Sinn des Durchfallens ist, den nicht genügend angeeigneten Lernstoff nachzuholen, um das Grundwissen zu festigen. Somit fallen die Schüler vom Lernstoff nicht sehr weit zurück, sondern müssen mit Not versuchen das was sie aus den letzten Jahren G9 nicht konnten nachzulernen und sich selbstständig zu Informieren, in welchen Fächern das G8 dem G9 voraus ist, um sich das selbst beizubringen.

Das ist erstmal die erste Problematik bei der Sache. Als zweiten , doch viel größeren Nachteils des G8s ist, dass die Lehrer zu uninformiert sind oder sich dem Lehrplan nicht anpassen.

Es gibt noch eine große Anzahl an Lehrern, die im Umgang mit dem neuen Schulsystem schlecht eingearbeitet sind. Zum Beispiel weiss ein Großteil der Lehrer nicht, dass in der Bayrischen Schulordnung für Gymnasien gestgelegt ist, dass an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht keine Hausaufgaben aufgegeben werden dürfen, was wiederum zu einer höheren Arbeitsbelastung führt.
Der Umgang mit dem neuen Lernstoff wird von den Lehrern meist auch noch etwas uneingeübt gehandhabt, da es Fächer gibt ( ist zumindestens bei mir so), in denen man 2 Monate vor Schulschluss den kompletten Schulstoff abgearbeitet hat und dann nur noch wiederholt. In andern Fächern, (dass weiss ich aus Erfahrungsberichten meiner Mitschüler), war es ihnen nicht möglich in der 8.Klasse Sexualkunde in Biologie durchzunehmen, da die Zeit fehlte. Wobei sich die einarbeitung in das System immer verbessert und sollten sich die Lehrer eingewöhnt haben, stellt auch der Lehrplan kein großes Hinderniss mehr dar.

Zum Thema Kinder des G8s haben keine Freizeit mehr, ist auch etwas zu sagen. Wenn ich ehrlich bin, kann ich das nur müde belächeln.
Ich habe schon einige Zeitungsberichte und Fernsehreportagen gesehen und bei allen ist mir aufgefallen, die Betroffenen sind meistens 5. oder 6. Klässer. Da stellt sich für mich die Frage, wieso wird nicht über 9.Klässer berichtet. Meine Hypothese ist die 'Opfer des G8s' sind Kinder, die lediglich Gymnasiumuntauglich sind und das mit einem vielfach höheren Lerneinsatz kompensieren müssen.

Jetzt mal insbesondere zu meinen Erfahrungen.

Ich musste 4 Schulstunden pro Woche mehr in der Schule verbringen, was sich wegen der Mittagspause auf 4 normal gerechnete stungen summiert. Mein Lernpensum pro Tag beträgt etwa 15-20 Minuten plus Hausaufgaben, welche im Durchschnitt auch nicht länger als 30 Minuten dauern. Praktisch hatte, ausgenommen von der Erhöhten Wochenstundenzahl nahezu den selben Aufwand.
Das Gegenargument ich wäre ja durchgefallen, zählt nicht, da der Lernstoff, den ich in der neunten Klasse lerne identisch ist zu dem den ich in der zehnten machen hätte müssen und den geringen Lernaufwand dann damit begründen zu wollen, dass ich dieszurfolge schlechte Noten hätte, ist ebenfall nicht zutreffend, da ich denke mit 2,1 einen Recht guten Notenschnitt zu haben. Alles in allem bin ich ein relativ guter Schüler mit durchschnittlicher Intelligenz aber dennoch nicht zu viel Arbeit dabei. *gg*

Das Thema Lehrplankürzungen seien angebracht, dem stimme ich mal wieder nicht zu. Es wurde viel entfernt und das war aus zeitlichen Gründen auch Notwendig, doch man sollte nicht noch mehr entfernen auch wenn ein Großteil für die Zukunft irrelevanter Themen noch vorhanden sind, wie zum Beispiel einem 9.Klässer MYSQL beizubringen, ohne dass man ihn an den grundlegenden Umgang mit dem PC gewohnt hat.

Also alles in allem finde ich das G8 gelungen, bis auf kleine Schwierigkeiten, die sich aber mit der routine einpendeln werden.

mfg glubbY
Zu kompliziert ?



Wers einfach haben will ...
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Lester

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10

Mittwoch, 30. Juli 2008, 13:04

juhu ^^,

will auch mal mein Senf hierzu geben.

G8 oder G9 mhh weiß damit nichts anzufangen, ich weiß sogar warum :-)

Alle die hier etwas geschrieben haben, kommen aus Bayern, bzw wussten nicht was G8 oder G9 heißt.
Das liegt daran, dass die CSU/CDU ein anderes Bildungssystem haben als zum Beispiel SPD/Grünen usw...
Hier bei mir in Brandenburg heißt dieses G8 nicht G8 sondern 6+6 und das setzt sich aus 6Jahre Grundschule und 6Jahre "nach Grundschule", welches sich in 2Jahre gymnasialer Oberstufe (Abi) und 4 Jahre Hauptschule (Gymnasium/Gesamtschule) zusammen setzt.
Dieses Schulsystem gibt es glaube ich auch in Berlin (ja klaro, diese Mittelbrandenburger machen ja alles nach ::bähh) und Bremen (??)

In Bayern ist die Grundschule ja nicht sooo lange :-)


Zurück zum 6+6: Dieses Schulsystem kann man freiwillig machen, wenn man in so eine spezielle Klasse kommt.
Diese Schüler machen wie alle anderen Schüler 6 Jahre ihre Grundschule und bewerben sich dann für solch eine Klasse.
Mein Jahrgang war 2003 der erste Jahrgang der sich für dieses System bewerben konnte.
Diese 6+6 Schüler kamen dann in die 7.Klasse und waren bis 10. erstes Halbjahr in meiner Paralellklasse. Im zweiten Halbjahr der 10. Klasse sind diese Schüler dann in die 11. Klasse gerückt.
Haben also somit das zweite Halbjahr der 10. Klasse und das erste Halbjahr der 11. Klasse übersprungen. (ein Jahr übersprungen)
Schaffen diese Schüler die 11. Klasse NICHT und schaffen sie beim zweiten Anlauf wiederum die 11. Klasse nicht, sitzen sie mit einem Grundschulabschluss auf der Straße, da sie keine 10.Klasse Prüfung hatten, wir der Abschluss FOR nicht anerkannt. (FOR = Fachoberschulreife)
Und auch der Weg bis zur 11. Klasse ist schwer.
Ab der 7. Klasse haben diese Schüler JEDEN Tag 8Stunden + 1Unterrichsstunde zusätzliche Mittagspause.
Anschließend müssen sie Hausaufgaben machen und fallen dann tot ins Bett.

Falls jetzt jemand hier nicht durchsieht:
Schuljahr................Klasse der 6+6 Schüler
2003/2004.............7.Klasse
2004/2005.............8.Klasse
2005/2006.............9.Klasse
2006/2007.............10. und. 11. Klasse
2007/2008.............12. Klasse
2008/2009.............13. Klasse
Darum durchlaufen sie auch 13 Klassen, sind aber schon nach 12 Jahren mit Schule+Abi fertig ;-)

Und ein paar Beispiel zu nennen, bei denen es überhaupt nicht so gut war.
Meine Cousine war damals in dieser 6+6 Klasse.
Sie ist in der 9. Klasse in meiner Klasse gekommen, weil sie den Anforderungen nicht stand halten konnte.
Nach Abschluss der 10. Klasse hatte sie nicht den Abschluss FORQ (konnte also kein Abi machen)
Also wiederholte sie jetzt auf einer ganzn anderen Schule die 10. Klasse (wurde jetzt auch zum Abi zugelassen)
Statt nun 1 Jahr zu sparen, musste sie gleich 2 Jahre extra Runden drehen.

Ein anderer Schüler...musste schon nach einem Jahr 6+6 aussteigen und kam zu uns. (weil wir halt die direkte Paralellklasse waren, hatten wir auch einige Kurse wie Sport zusammen, darum sind die Schüler immer zu uns gekommen :-) )
Dieser Schüler hatte die 9. Klasse dann nicht bestanden und hat diese wiederholt. Und dieses Jahr wurde er fertig und hat keine Berechtigung fürs Abi...also ist er zwar ein Jahr früher draußen als seine 6+6 Kollegen, dafür aber mit einem schlechteren Abschluss.

Sind noch mehr Schüler abgegangen, zum Beispiel ist einer in der 9. Klasse zu uns gekommen, der jetzt aber ganz normal seine 13 Jahre macht und auch gut ist.
EIne andere Schülerin kommt nächstes Schuljahr (also was jetzt kommt) zu uns uns macht somit auch insg. 13 Schuljahre.

Bloß bei diesen Schüler frage ich mich, ob es sich gelohnt hat 5 Jahre mehr Unterricht zu haben als andere, ob es sich gelohnt hat, KEINE Erfahrung mit Abschlussprüfungen zu machen, ob es sich gelohnt hat nach 4 Jahren die Klasse aufzulösen und dann in eine völlig neue Klasse geschmissen zu werden?!?!?
Ich denke nicht dass es sich lohnt, wenn man nich am Ball bleibt, so wie es ja einigen Schülern ergangen ist.

Ich bin mit meinem "normalen" Abi völlig zu frieden.
Ich schreibe gute Klausuren, die Noten stimmen und die Lehrer sind auch alle ganz nett :-)

Zur Stundenplankürzung;
Noch kürzer muss der Stundenplan nun wirklich nicht sein!
Bei uns passt der Lehrplan total.
In der 13. Klasse kann ich dann sogar noch Unterricht von mir aus abwählen, so dass ich nur noch die Grundfächer und Prüfungsfächer habe, aber dann hab ich ja so gut wie kein Unterricht mehr ;-)

Sollte also so bleiben.

Liebe Grüße
Lester
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